Samira

Ich bin Samira und am  12. Dezember 2002  hat mich so ein fremdes Mami bei Frau Kern abgeholt. Ich war  darüber gar nicht glücklich, denn mir gefiel es eigentlich ganz gut im Katzenhof.  Trotz meiner Proteste, die ich lautstark kund tat, hat man mich in einen Korb gepackt und einfach fortgetragen. Im Auto war ich dann aber ganz lieb, denn ich wusste ja nicht genau, was nun passieren würde... 

Einmal vor langer Zeit hatte ich mir aber geschworen, den Menschen nicht zu trauen und als sich mein Korb öffnete, machte ich dem fremden Mami auch ganz schnell klar, dass ich den Moment der Streicheleinheiten bestimmen würde, so habe ich ihr dann mal schnell eine runtergehauen, damit es keine Missverständnisse geben würde, und ich glaube, das hat seine Wirkung gezeigt!  Sie liess mich dann in Ruhe.

Ich suchte mir mal die entfernteste Ecke im UG in der Heizung aus, wo mich niemand mehr belästigen konnte.  Da war ich wenigstens in Sicherheit und wenn dann mein neues Mami kam und mit mir redete, dann fauchte ich und machte ihr unmissverständlich klar, dass ich gar nichts von ihr wissen wollte. Das war ein Stress...! Ich weigerte mich natürlich auch zu fressen und zu trinken und dies habe ich für drei Tage durchgehalten. In der vierten Nacht dann aber hatte ich so grossen Hunger, dass ich  den guten Sachen nicht mehr widerstehen konnte. In der Nacht ging ich auch auf  Erkundungsgang und habe mich dann schon bald mal entschieden  auf so einem weichen Sessel zu schlafen. War eigentlich auch besser, als der Platz in der Heizung.

Jeden Tag kam dieses neue Mami und redete mit mir, sie hatte auch so Spielsachen, die mich neugierig machten. So nach einigen Tagen, wagte ich mich dann doch, die Schnur, die mir besser gefiel als die Mäuse, zu packen und als meine Trophäe unters Bett zu tragen. In den kommenden Tagen habe ich schon recht mutig gespielt mit meinem neuen Mami und das war gar nicht so übel. Da war noch ein kleiner Vierbeiner der uns zuschaute  beim Spielen. Eines abends  nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und beschnupperte ihn, er liess es geschehen und wedelte mir mit dem Schwanz ins Gesicht. Da hatte ich aber schon ein wenig schiss... Inzwischen sind wir gute Freunde geworden, Arissa und ich. Manchmal darf ich sogar neben ihr schlafen ...

Natürlich habe ich nach etwa 4 Wochen auch das OG in Beschlag genommen. So mindestens zweimal im Tag tobe ich durch das ganze Haus und schliddere um die Ecken.

Das Gästebett gefällt mir am besten und dort schlafe ich auch nachts.

Tagsüber geniesse ich die Aussicht vom Katzenbaum aus in den Garten, bei schönem Wetter wälze ich mich auf der Terrasse und auch die Streicheleinheiten sind eigentlich gar nicht so schlecht und manchmal lasse ich mich so richtig knuddeln.

Meist bin ich eigentlich am liebsten dort wo mein Mami sich aufhält und langsam glaube ich, dass mir hier wirklich nichts übles geschieht

Trotzdem bin ich lieber noch ein wenig  vorsichtig, denn man weiss ja nie....

Liebe Leserinnen und Leser

Geben Sie auch einem scheuen Tier vom Katzenhof die Chance, ein neues Zuhause zu finden. Wir sind wirklich glücklich mit Samira und ich glaube, dass sich auch Samira recht wohl fühlt.

Copyright R. Ricci Schmuki