Orka & Zora



Liebe Frau Kern

Vor gut drei Monaten haben mein Partner und ich den Kater Orka und die Katze Graziella (die wir in Zora umgetauft haben) bei Ihnen abgeholt.
Obwohl die beiden auf dem Katzenhof kein "Paar" waren, haben sie von Anfang an gut miteinander harmoniert und waren wohl auch sehr froh, dass sie in der neuen Umgebung nicht alleine waren!

Es ist gewaltig, was für Fortschritte die beiden gemacht haben und wie sie in der kurzen Zeit einen Grossteil ihrer Scheu abgelegt haben. Mittlerweile hat sich ihr Revier auf unsere gesamte zweistöckige Wohnung und die Dachterrasse, welche sie besonders lieben, ausgeweitet.
Zora ist schon sehr zutraulich und mich scheint sie besonders zu mögen. Wir halten denn auch täglich mehrere "Schmusestunden" ab. Zudem ist sie sehr "gesprächig". Es erstaunt uns immer wieder, was für ein vielfältiges Mauzen, Miauen und Brummen diese Katze beherrscht!


Vor ein paar Wochen hatte Orka plötzlich ein verklebtes, tränendes Auge (das linke, nicht dasjenige an dem er früher schon eine Entzündung hatte) und ich musste zum Tierarzt mit ihm. Dieser dachte zuerst, es handle sich um eine Virusinfektion, denn das Auge war nicht verletzt. Es stellte sich dann allerdings heraus, dass das untere Augenlid "eingerollt" war zum Augapfel und so die unteren Wimpern an der Hornhaut "kratzten", was die Irritation auslöste. Vor zwei Wochen hat der Tierarzt Orka die Haut unter dem linken Auge mit ein paar Nähten etwas gestrafft, so dass das Lid wieder gerade am Auge anliegt. Jetzt sind die Fäden bereits gezogen und das Auge sieht wieder gut und gesund aus.

Ich hoffe, dass ich dem kleinen Kater nun für eine Zeit lang jegliche Tierarztbesuche ersparen kann. Jedes mal wenn ich ihn in den Transportkorb verfrachten und zum Tierarzt bringen musste, hat er herzerbärmlich geschrieen und geweint, so dass ich immer ein furchtbar schlechtes Gewissen hatte!
Diese vielen Tierarztbesuche haben natürlich nicht gerade dazu beigetragen, dass sich Orkas Vertrauen in uns festigte. Dennoch lässt er sich streicheln und ist schon viel zutraulicher als am Anfang. Seine Ängstlichkeit hat er aber noch nicht ganz verloren. Dafür braucht es noch etwas Zeit und Geduld, was wir ihm auch beides genügend geben werden.
Wir sind mit unseren beiden kleinen Mitbewohnern sehr glücklich und ich glaube, auch Zora und Orka fühlen sich recht wohl bei uns!

Ich möchte mich bei Ihnen nochmals bedanken, dass Sie uns Orka und Zora anvertraut haben und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute!


Es grüsst Sie herzlich
Claudia Zeilinger



News Dezember 03

Nun ist es bald ein Jahr her, seit Orka und Zora bei uns eingezogen sind. Gerne möchte ich ein paar neue Fotos von den beiden zeigen und kurz berichten, wie es ihnen geht!



Orka hatte anfangs Jahr etwas Probleme mit dem einen Auge, und musste einige Tierarztbesuche über sich ergehen lassen. Das Auge wurde schliesslich aber wieder gesund und musste zum Glück nicht operiert werden.

Den Sommer haben wir alle sehr genossen; Orka und Zora verbrachten die meiste Zeit auf der Terrasse - am liebsten in den schattigen Thuja-Sträuchern!
Im Oktober hatte Orka plötzlich ein Ekzem an der Nase und der mühselige Gang zum Tierarzt musste wieder in Angriff genommen werden. Nebst der Kastration, der Sache mit dem Auge und den jährlichen Impfungen war dies nun das vierte Mal in diesem Jahr! Zum Glück war die Verkrustung an der Nase nichts Schlimmes und konnte mit einer Spritze und einigen Tabletten wieder zum Verschwinden gebracht werden.
Ich hoffe wirklich, dass Orka nun eine Weile vor Krankheiten verschont bleibt, denn jedes Mal wenn ich ihn in seinen Transportkorb setze, beginnt er schrecklich zu heulen und hört erst damit auf, wenn wir wieder zuhause sind.

Zora hat sich prächtig entwickelt, sie ist zu einer richtigen Schmusekatze geworden. Allerdings bestimmt sie immer, wann und wie lange geschmust wird, und wer das nicht respektiert, der bekommt ihre Krallen zu spüren! Auch ist sie ein bisschen "gefrässig" und wenn sie Hunger hat kann sie es einem sehr gut zu verstehen geben, indem sie so lange miaut, bis man sich Richtung Futterstätte bewegt und die Dame bedient!
Auch Orka ist viel zutraulicher geworden. Er lässt sich gerne streicheln und verwöhnen wenn er in seiner "Hängematte" liegt und schnurrt dazu ausgiebig. Hochheben kann man ihn nicht, dann bekommt er Angst. Er ist immer noch eine ängstliche Katze, ich frage mich manchmal, was ihm wohl als kleines Kätzchen alles Schreckliches widerfahren ist.

Es ist auf jeden Fall sehr schön, zuzusehen, wie die beiden immer mehr Vertrauen fassen. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen, obwohl schon ein Jahr vergangen ist. Es braucht viel Geduld, das muss man sich bewusst sein, aber die Geduld wird auch belohnt. Als wir zum Beispiel nach einer Woche Ferien wieder zuhause waren, kam Orka zu mir auf das Sofa, legte sich neben meine Füsse und "kuschelte" mit mir. So etwas hatte er vorher noch nie getan! Es war, als ob der kleine Kater mir sagen wollte, dass er mich mochte und es schön fand, dass ich wieder zuhause war! Solche Augenblicke sind echte Glücksmomente und geben einem unheimlich viel!

Beste Grüsse
Claudia Zeilinger




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