Mikesch, Tifany & Häxli


Eine wunderschöne Fotopräsentation (Klick auf's Bild)


Mikesch 7 Monate und Tifany 8 Monate


Häxli 15 Jahre



25. Mai 2004

Vorgeschichte
Unser Häxli ist 15 Jahre alt und auch fast so lange bei uns. Sie hatte zwei Spielkameradinnen, Mungeli, sie wurde 14 Jahre alt, sie ist leider an einer Krankheit gestorben und Minusch, sie ist im Februar an Krebstumoren mit 15 Jahren gestorben.

Es ist nicht so, dass sie grad immer aneinander geklebt hätten aber sie haben zusammen eine sehr lange Zeit verbracht. Als wir nach Kanada auswanderten, haben wir alle drei Katzen mitgenommen und nach drei Jahren auch wieder zurück, so haben sie viel erlebt und hatten ein aufregendes Leben.

Als nun unsere Minusch im Februar gestorben ist, dachten wir unser Häxli könne auch ganz gut alleine sein, da sie nun ja alles für sich beanspruchen konnte und wir sie auch nach Strich und Faden verwöhnt haben. Es ging gar nicht schlecht, sie hat Minusch zwar ab und zu gesucht oder gehorcht, wenn sie was gehört hat, ob sie wohl kommt.

Nach etwa zwei Wochen hat sie angefangen in der ganzen Wohnung umher zu brüllen, nicht nur miauen, nein sie hat ganz tief ihr " Rau Rau" durch die Wohnung geschrieen. Auf dem Balkon ist sie gesessen und hat jeden der unten durch ging angebrüllt, sogar nachts, wo sie normalerweise bei uns im Bett geschlafen hat, sind wir erwacht und mussten sie reinholen.
Am Morgen haben wir ein Ritual, wenn ich die Betten mache, sitzt sie auf dem Fenster und wir spielen mit einer Schnur, das hat sie dann noch zwei Minuten gemacht und ist wieder auf das Fenstersims gehüpft und hat Ihr Rou Rou geschrieen, das um 6°° Uhr morgens.

Ich war nahe am Verzweifeln.
Also haben wir angefangen nach einer Katze zu suchen die älter ist und zu unserem Häxli passen könnte. Wir hatten aber kein Glück, bis ich die Homepage vom Katzenhof in Boppelsen gefunden habe, ich habe lange mit Frau Kern telefoniert und war etwas skeptisch als sie mir vorschlug zwei junge Katzen zu nehmen.
Mein Mann und ich haben das zu Hause besprochen und nach reiflicher Überlegung entschieden, dass es ein Versuch wert sei.

Nun aber zu unseren beiden Neuen

Am ersten Mai durften wir zu Frau Kern um die Katzen anzuschauen. Christoph hat sich sofort mit unserm Mikesch angefreundet, was nicht grad zu meiner Begeisterung beigetragen hat, denn einen Kater wollte ich nicht, wir hatten immer Damen.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass unsere alte Dame Begeisterung an einen jungen, halbwilden Kater finden könnte. Ich habe mich in Tifany verguckt, da diese selenruhig auf einem Stuhl geschlafen hat und eine Ruhe ausstrahlt, die ich mir schon eher vorstellen konnte. Nach fast drei Stunden haben wir uns entschlossen die Beiden seien richtig. Mikesch hat sich wirklich bemüht aufzufallen.

Also brachten wir die Beiden nach Haue in das vorbereitete Zimmer mit Gittertüre. Kaum waren sie aus den Transportkörben haben sie sich auf das Futter und dann auf die Spielsachen gestürzt. Der Katzenbaum wurde ausprobiert und alles in Beschlag genommen. Wir freuten uns sehr über die schnusigen Büsis.
Unser Häxli allerdings gar nicht. Als sie entdeckte, was wir da mitgebracht haben, hat sie die Gegend um die Gittertüre total gemieden, sogar ihr Kistli mussten wir umplatzieren da sie ums verrecken nicht in die Nähe des Zimmers gehen wollte. Immerhin war sie ruhig und hat nicht mehr so viel ihr "Rau Rau" gemacht, sonst kam die Antwort postwendend vom hinteren Zimmer.

Nach einer Woche habe ich sie auf den Arm genommen und wollte ihr die beiden zeigen, ich bin gar nicht bis zur Tür gekommen und weg war sie auf dem Balkon. Am Samstag haben wir gespielt mit den beiden und gesehen wie Häxli in die Nähe kam und zuschaute, sobald sie uns entdeckte ist sie weggerannt.
Also hat mein Mann sie auf den Arm genommen und ist mit ihr in das Zimmer gegangen, hat sich mit ihr auf den Boden gesetzte und ich habe die zwei mit Spielsachen abgelenkt. Die zwei haben gar nicht gross reagiert, aber unser Häxli hatte so furchtbare Angst vor den beiden, dass wir sie sofort wieder rausgebracht haben. Als wir im Bett waren, haben wir gehört wie Häxli zur Türe ging, aber sobald die zwei ans Gitter kamen ist sie wieder auf den Balkon gerannt.
Ich begann mir Sorgen zu machen, sie kam nicht mehr rein, hockte die ganze Zeit auf dem Balkon. Wir haben es dann noch einmal versucht mit ins Zimmer gehen aber es hatte keinen Wert. Ich habe dann gemerkt, dass sie gar nicht so Angst hat vor den beiden Katzen, sondern vor der verschlossenen Tür, sie kann es nicht ertragen eingesperrt zu sein.

Eines Morgens ist mir Mikesch abgehauen, da er schon lange schauen wollte was hinter der Gittertüre ist, prompt ist Häxli reingekommen und die beiden haben sich in der Küche getroffen, waren aber beide so überrascht, dass keiner von beiden gefaucht hätte. Also liessen wir die beiden halt mal raus. Häxli konnte ja auf den Balkon.
Sie sollten mal etwas mehr Bewegung bekommen. Prompt kam Häxli gerade herein, sie ist aber nur dagesessen und hat ihnen zugeschaut, sie hat weder gefaucht noch sonst was. Nach etwa 5 Minuten ging sie wieder raus, die Zwei waren natürlich recht unsicher in der grossen Wohnung, das hat sie wohl gemerkt und hatte darum auch nicht mehr so Angst vor ihnen.

Dann ging es von Tag zu Tag besser, Häxli musste anfangen sich zu wehren weil Mikesch immer frecher wurde. Als sie am fressen war, hat er seinen kleinen Kopf einfach in ihr Geschirr gezwängt und dabei hat er dann eine Ohrfeige kassiert, es beeindruckt ihn aber nicht sehr, er ist nun etwas vorsichtiger und versucht nicht mehr sie anzufallen, er macht das mit Tifany, die findet das auch lustig.

Am Auffahrtstag sind die drei den ganzen Tag auf dem Balkon gelegen und haben geschlafen. Nun haben sie noch einen sehr schönen Katzenbaum auf dem Balkon bekommen, das Geländer mussten wir sichern, da Mikesch jedem noch so kleinen fliegendem Wesen nachjagt ist es mir wohler, wenn es eine Bremse hat, bevor er in der Hitze des Gefechts runterfällt.
Tifany ist schon viel die Vernünftiger (ist eben ein Weibchen). Sie geniesst es in den Pflanzen zu liegen und zu schlafen.

Mikesch ist halt ein wirklich liebenswürdiger Haudegen, er glaubt immer alles beissen, schlagen oder sonst wie anfallen zu müssen. Er hat schon den Übernamen Jacky Chan bekommen, da er immer wie ein Karatekämpfer ausholt.
Tifany ist absolut verschmust und die beiden lieben sich, wie man auf den Bildern sehen kann.

Wir freuen uns sehr, dass es doch so gut gegangen ist und sind für die guten Ratschläge von Frau Kern sehr dankbar, wir sind überzeugt, dass es nie so gut gegangen wäre, wenn wir es nicht genau so gemacht hätten.

Nach drei Wochen dürfen sie nun frei in der Wohnung herumlaufen, ausser nachts, da schlafen sie in ihrem Zimmer, sonst hätten wir keine Ruhe, sie fallen alles an was sich bewegt.

Es ist eine grosse Erleichterung, dass unser Häxli mit Ihrem Rau Rau aufgehört hat, wir wollten uns nämlich keine neue Wohnung suchen und es wäre sicher nicht mehr lange gegangen, bis die ersten Reklamationen gekommen wären.

Bei Gelegenheit werden wir uns wieder melden und von den Fortschritten berichten.

Liebe Grüsse
Ines und Christoph mit Häxli , Mikesch und Tifany




Am 3. Januar 2005 ging Häxli über die Regenbogenbrücke


Häxli 16 Jahre

Sehr geehrte Frau Kern

Besten Dank für Ihre guten Wünsche zum neuen Jahr. Auch wir wünschen Ihnen ein gutes 2005 mit guter Gesundheit und viel Glück.

Leider hatten wir einen nicht so tollen Jahresanfang. Am 3. Januar mussten wir unser Büsi Häxli mit 16 Jahren einschläfern lassen. Ihre Nieren haben versagt und wir konnten nichts mehr machen. Wir sind sehr traurig. Gerade hatten ihre beiden Schützlinge, Mikesch und Tifany, sich so richtig toll mit ihr verstanden unser Kater hatte unser Häxli so als Ersatzmami erlickt, er hat sich jedes Mal so gefreut, wenn er sie gesehen hat, dass er gemaut hat und sich vor ihr auf den Rücken geworfen hat um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erregen. Das konnte durchaus 10 mal am Tag sein.

Die beiden Büsis die wir am 1 Mai 2004 bei Ihnen bekommen haben, haben sich prächtig entwickelt und ich danke ihnen, dass sie mir da zu zwei jungen geraten haben und nicht zu einer älteren Katze zu unserm Häxli. Nun ist leider genau das eingetreten wovor sie mich gewarnt haben, wir hätten nun wieder eine ältere Katze allein zu Hause.

Wir haben geplant noch dieses Jahr zu bauen, Einzugstermin soll der September sein. Mikesch und Tifany bekommen also ein Einfamilienhaus, mit eigenem Balkon nur für sie alleine. Damit sie auch wenn wir nicht zu Hause sind immer an die frische Luft können. Sonst gibt es Ausgang nur wenn wir zu Hause sind, dann dürfen sie sicher in den Garten. Das Haus ist Freistehend mit einem Zaun.

Trotz unserer Trauer um Häxli, freuen wir uns sehr über die zwei lieben Büsis. Obwohl ich ja eigentlich keinen Kater wollte bin ich mehr als glücklich mit ihm. Aus dem wilden Haudegen ist ein richtig schöner verschmuster Kater geworden. Aus meiner ruhigen Tifany ist dafür ein richtiges Schlitzohr geworden, die beiden sind ein Herz und eine Seele. Es ist immer sehr schöne zu sehen wie sie eng beieinander schlafen und sich putzen.

Also, Frau Kern noch einmal vielen Dank für Ihre Tipps und bei Gelegenheit melden wir uns wieder und berichten von unserem Umzug.

Liebe Grüsse
Ines & Christoph Aregger


Mai 2007 - Neues von Mikesh und seiner neuen Freundin Anna



Zuerst die traurige Mitteilung ende Januar kam unsere Tiffany nicht nach Hause. Wir waren sehr in Sorge da es noch nie vorgekommen ist, wir haben sie überall gesucht hatten aber keinen Erfolg. Unsere Nachbarin hat uns angerufen und gesagt in Ihrem Garten liege eine tote Katze mit rotem Halsband. Es war Tiffany! Wir waren unendlich traurig, sie ist überfahren worden. Unser Mikesch konnte nicht begreifen, dass er alleine war, die zwei waren unzertrennlich und eigentlich meistens zu zweit unterwegs. Sie liebten sich innig und haben sich aneinander gekuschelt. Da unsere Katzen nur ins Freie können, wenn wir zu hause sind, (ohne Katzentüre) war unser Mikesch recht einsam. Er konnte wohl auf den Balkon ins Freie aber so alleine den ganzen Tag, war natürlich eine langweilige Sache. Da hat auch all das Spielzeug nichts genützt.

Also habe ich Frau Kern angerufen und musste ihr schweren Herzens unser Verlust mitteilen. Mitte Februar durften wir zu ihr um eine geeignete Partnerin für unseren Mikesch zu suchen.
Wir haben sie gefunden! Eine schöne etwas pummelige Kätzin von etwa 1 ½ Jahren. Sie hatte schon zwei Junge und diese wurden am selben Tag abgeholt. Die hätten wir am liebsten auch gleich mitgenommen. Aber sie haben einen sicher schönen Platz bei einer netten jungen Frau gefunden.

Also durften wir unsere Anna mit nach Hause nehmen. Zu Hause war schon alles vorbereitet wie wir es von Frau Kern gelernt haben. Die Zimmertüre mit dem Gitter dran war montiert und die Katzenkiste, das Fress- und Wassergeschirr war bereit. Natürlich nicht zu vergessen Katzenbaum und viel Spielzeug. Die Zimmertüre haben wir beim ersten Mal als wir Tiffany und Mikesch bekommen haben angefertigt und sie auch schon ausgelehnt bei Freunden die auch einen neuen Mitbewohner bekommen haben. Diese Methode funktioniert bestens und man vermeidet für die Katzen den Stress einer solchen Umplatzierung und zwar für beide Seiten, die alten und die neuen Mitbewohner.

Als wir mit unserer Anna nach Hause kamen waren wir gespannt, was Mikesh nun machen würde, wenn er sieht, dass wieder eine zweite Katze zu uns kommt. Wir haben Anna mit dem Korb in das Zimmer gestellt und sie raus gelassen. Unser Mikesch stand vor dem Gitter und hat miaut wie wild, er war begeistert. Anna hat sich das Zimmer angesehen und als sie feststellte, dass der miauende Kater nicht weiter als bis zu dem Gitter kam hat sie sich gemütlich eingerichtet. Mikesch war kaum noch von der Türe wegzubekommen, er war beschäftigt, denn Anna ist wie einen wilde mit sämtlichem Spielzeug durch das Zimmer gefräst.
Mikesch war kaum noch von der Türe wegzubekommen, er war beschäftigt, denn Anna ist wie einen wilde mit sämtlichem Spielzeug durch das Zimmer gefräst. Nach drei Tagen haben wir Mikesch ins Zimmer gelassen als wir da waren um zu Spielen, alles ging gut Anna hatte keine Angst. Am nächsten Tag haben wir die Türe aufgemacht und Anna ging das Haus erkunden, natürlich gefolgt von Mikesch. Das ging gut bis Mikesch mit ihr fangen spielen wollte, sie hat nicht verstanden was er von ihr wollte, also haben wir sie wieder in ihr Zimmer gebracht und Mikesch ist wieder vor der Türe gesessen. Von nun an kam er immer mit, wenn wir mit ihr gespielt haben oder das Zimmer gereinigt. Nach einer Woche konnten wir das Zimmer offen lassen und beide kamen gut miteinander zurecht. Mikesch konnte abends raus aber Anna musste noch warten. Vor lauter Aufregung wollte Mikesch kaum noch raus gehen, er hätte ja was verpassen können.
Nach gut 4 Wochen darf nun Anna auch nach draussen, sie bleibt aber im Garten und geht nicht weg, die zwei toben miteinander durchs Haus und im Garten herum wie wenn sie schon immer beisammen gewesen wären. Mittlerweilen schlafen sie aneinander gekuschelt und sind ein wunderbares Paar.

Wir sind sicher, dass die Zusammenführung wie Frau Kern es empfiehlt, das einzig richtige ist und es so auch für uns viel weniger Stress gegeben hat, da man sich nicht dauern Sorgen muss ob die zwei sich wohl in die Haare gehen.
Genau so gut, wie der kontrollierte Freilauf für die Katzen nach kurzer Zeit eine Selbstverständlichkeit ist. Wir sind sehr glücklich für Mikesch wieder eine tolle Gefährtin gefunden zu haben. Anna ist eine liebe verschmuste und manchmal völlig wilde Kätzin, die wir sicher nicht mehr missen möchten.

Anna & Mikesh - Fotopräsentation


Ines und Christoph Aregger



Copyright Ines und Christoph Aregger