Ein Katzenbericht über Malala (Mali)



Seit letztem Herbst ging mir immer wieder der Gedanke durch den Kopf eine Katze aus einem Tierheim zu mir nach Hause zu nehmen. Anfangs Januar schlug mir meine Schwiegertochter vor, sie zu Frau Kern zu begleiten. Ich kannte sie, da mein Sohn schon zweimal Büsis vom Katzenhof hat. Die letzten beiden haben mein Sohn und meine Schwiegertochter zusammen vom Katzenhof geholt.

Wir waren also im Wohnzimmer von Frau Kern, da sah ich mitten auf dem Tisch eine schwarze Katze, die sich gemütlich putzte. Plötzlich war sie weg und ein wenig später strich ein schwarzes Etwas um meine Füsse. Als ich dieses schwarze Bündel aufnahm, fing sie sofort an zu schnurren und sie fühlte sich auch sehr wohl. Da gab es für mich nur noch: die oder keine. Damit war nun Frau Kern nicht so einverstanden.

Sie erklärte mir dann dass Malala wie sie hiess, FIV positiv ist und sie bis anhin mit fast 2 Jahren noch nicht rollig war, darum durfte Sie bei Frau Kern im Privaten Bereich leben. Frau Kern wollte eine Woche Zeit zum Überlegen ob sie mir Malala anvertrauen will. Derweil erkundigte ich mich im Internet über diese Katzenkrankheit. Da ich gelesen habe, dass dieser Virus nicht unbedingt ausbrechen muss und die Katze ein langes Leben haben kann, war für mich Klar. Malala muss zu mir.

Ich rief Frau Kern an und teilte ihr mit dass ich meinen Entschluss gefasst habe und Malala gerne zu mir nehmen möchte. War für mich eine aufreibende Zeit, da Frau Kern nochmals ein Wochenende zum Überlegen brauchte.

Dann, am 29. Januar 2015 durfte ich Malala nach Hause nehmen. Sie war von Anfang an sehr zutraulich und lief mir Schritt für Schritt nach. Wenn sie sich putzte und ich den Raum verliess, unterbrach sie das Putzen, lief mir nach und machte dann weiter.

Am 6. Februar wurde sie rollig und ich meldete sie beim Tierarzt an für die Sterilisation. Am 17. Februar war es dann so weit. Sie hat die ganze Prozedur sehr gut überstanden. Gleichzeitig habe ich erfahren dass Malala FIV negativ ist. Das brachte mich etwas durcheinander. Eigentlich sollte ich nochmals einen Bluttest machen, aber werde alles auf mich zukommen lassen.

So wie die Mali, wie ich sie umgetauft habe, rum rennt und spielt geniesse ich es einfach mit ihr. Eine Schnur ist ihr liebstes Spielzeug (natürlich braucht sie mich dazu um die Schnur durch die Wohnung zu ziehen).

Sie sucht sehr den Menschenkontakt. Wenn es an der Wohnungstür klingelt, ist sie die erste die an der Türe die Gäste begrüsst. Doch eine etwas komische Eigenschaft hat sie: sie benutzt kein Katzenklo. Es ist zwar eines vorhanden wurde aber noch nie benutzt. Für den Pipi nimmt sie den Badewannenabfluss und das grosse Geschäft macht sie am oberen Ende der Badewanne. Gottseidank brauche ich die Badewanne nicht, da ich lieber Dusche.

Mali geniesst es, dass ich mehr oder weniger den ganzen Tag zu Hause bin und sie ist eine richtige Plaudertasche. Langsam beginn ich zu verstehen was sie mir mitteilen will. Manchmal wird es aber auch etwas zuviel.

Ich bin sehr glücklich mit Mali und ich möchte mich noch einmal bei Frau Kern bedanken, dass sie mir das Vertrauen gab und mir Mali überliess. Ich werde auf Mali aufpassen, dass es ihr immer gut geht.


E. Haug