Anne & Eva


europäisch-siamesische Katzen
Geboren ca. September 2001
bei Alex & Stefan seit 15. März 2003



Ankunft im neuen Zuhause & Regel No. 1: man halte die Menschen körperlich Fit und auf Trab

Während der doch etwas längeren Autofahrt, wurde sich in den Tragekörben noch in die letzte Ecke verzogen, bzw. gequetscht. Bei uns angekommen, haben wir erst mal alle Fenster und Türen kontrolliert, ob sie auch wirklich geschlossen sind.

Dann brachten wir die zwei weiss-beige-braunen, ausgesprochen hübsche Fellbälle auf Pfoten in unser Arbeitszimmer, dass wir zugleich auch als Katzenzimmer hergerichtet haben. Vorsichtig öffneten wir die Tragekörbe. Anne sprang sofort heraus und flitzte in die Ecke am Fenster hinter die Gardine. Eva betrachtete erst einmal von ihrem Körbchen aus die neue Umgebung. Wir liessen sie allein....

Nach 'ner Stunde wollten wir doch einmal schauen, was die 2 neuen Mitbewohner so machen. Eva hockte mittlerweile hinter dem Schreibtisch in der Ecke und Anne.... tja, wo war Anne? Wir schauten hinter jedem Schrank, Schreibtisch und Schränkchen, die Ecken waren ebenso leer. So langsam machte sich die Unsicherheit bei uns breit, konnte sie doch zur Tür raus entwischen und ist jetzt in der Wohnung versteckt? Wir suchten alles ab. Sogar in den hinterletzten Ecken und in den ausgefallensten Versteckmöglichkeiten (und davon gibst in unserer Wohnung reichlich), aber dass einzige was dabei herauskam, war das wir die Stellen ausfindig machten, die anscheinend grundsätzlich bei jedem Wohnungsputz von uns vergessen wurden und dass wir uns bückend, streckend und auf den Knien, wie bei Ausführung eines Fitnessprogramms durch die Wohnung bewegten. Aber weiterhin keine Spur von Anne.

Stefan hatte dann genug, denn unser Verstand sagte uns, Anne muss sich im Arbeitszimmer befinden. Nach "Sherlock-Holmes"-Methode wurde von ihm das Zimmer zum 4-ten Mal abgesucht. Und als er auf der Rückseite von seinem Schreibtisch unter den Schreibtischschubladen, einen fingerhohen Spalt entdeckte und dort hineinschaute, was guckte ihn ganz unschuldig aus blauen Augen an? Anne!

Dann war Eva verschwunden - dass ganze Spielchen von vorne.......... Nachdem wir auch Eva wiedergefunden haben, haben wir beide vorläufig sitzen lassen, wo sie waren. Nur Eva mussten wir später nochmals aus Ihrer Ecke "hervorzuppeln", da wir Ihre Augenentzündung noch behandeln mussten. Es ging erstaunlicherweise ohne Probleme oder Quengeleien von Eva über die Bühne.


Katzen mit hervorragendem Benimm - selbst für menschliche Ansprüche - ihre so ganz eigenen Vorstellungen/Erwartungen & Regel No. 2: man melde sich, wenn man etwas will

Wo wir am Morgen nach ihnen schauten - Wasserschälchen und Essensschälchen ratze-putz leer. Die Katzentoiletten wurden beide benutzt und anscheinend wurde während der Nacht, dass neue zu Hause mal genauer begutachtet.

Nachdem sie wieder mit allem frisch versorgt waren, kamen wir wieder zur Augenbehandlung. Leider hatte es sich bei Eva verschlimmert und bei Anne zeichneten sich die Anfänge desselbigen ab, im Vergleich zu Eva aber minimal. Also beide auf "zum Onkel Doktor auf den Arzttisch" - in diesem Fall hiess dass für Anne und Eva nacheinander zu Stefan auf den Schreibtisch!!
Tagsüber wurde geschlafen, geschlafen.....

Um ca. 18.00 Uhr wurde sich lautstark aus dem Zimmer gemeldet. Eva stand bereits an der Tür. Tja, noch alles da, bestens versorgt - Was ist???? Auf Verdacht holte ich mal eine Dose Whiskas aus der Vorratskammer und hielt sie ihr unter die Nase. Sofort wurde nach der Dose gekrallt. Kann man mal sehen - die Ladies wollten Abendessen und forderten dies lautstark miauend ein!!!! Also Dose auf, je 100gr. In die Futterschälchen, hingestellt und umgehendst wurde sich diesem gewidmet. Ich wollte aus dem Zimmer gehen, gemäss der "goldenen" Regeln für Menschen: Man störe Katzen nicht beim Fressen, Putzen und wenn sie grad' beim "Entleeren" sind! Trifft nicht auf unsere beiden zu! Erst gucken was ich mache, dann aus Protest miauen ... Drehte ich mich rum und ging wieder zurück, wurde sich wieder der Mahlzeit gewidmet. Das Spielchen machten wir noch zweimal, dann setzte ich mich an meinen Schreibtisch und erledigte meinen längst überfälligen Papierkram und alle waren happy...!

Das Wasser schmeckt ja auch um ein vielfaches besser, wenn man es aus Stefan's Glas schlabbern kann, anstatt aus ihrem Wasserschälchen!

Auf anraten haben wir die Tür geschlossen gehalten, damit sich die 2 erst einmal an "ihr" Zimmer gewöhnen. Nur ein Problem - Eva und Anne waren damit überhaupt nicht einverstanden und lautstark "mosernd" wurde sich aus dem Arbeitszimmer gemeldet. Liessen wir die Tür offen und sie konnten nach Lust und Laune raus auf Erkundungstour und wieder zurück, war hingegen alles in Ordnung.
Nun, so geht's auch. Bleibt die Tür halt offen. Problem dabei, dass man nicht immer genau weiss' wo sie stecken, bzw. liegen. Einmal bin ich über Anne gestolpert und einmal ist Stefan versehentlich Eva auf den Schwanz/Pfote getreten. Zum Glück sind die beiden anscheinend nicht nachtragend und es wurde von beiden Seiten wohl als menschliches Missgeschick abgeheftet.
Wir hatten ja schon mit dem schlimmsten gerechnet, von wegen "Protest". Anbetracht das Stefan schon mal ne Katze hatte, die jeden Morgen angewackelt kam, ihn miauend weckte und wenn er dann guckte, kotzte sie ihm erst mal vors Bett!!!!

Unsere beiden gingen von Anfang an auf die Katzentoilette, kein bisschen daneben gekleckert und das Fressen wurde auch nicht erst rausgezuppelt und auf dem Boden zerkleinert. Nur mit der vorhandenen Ordnung haben sie es nicht so - zumindestens nicht damit sie bestehen zu lassen. Aber macht nichts - da haben sie was mit Stefan gemeinsam....

Ein einziges Mal ging's total daneben, aber da waren die beiden völlig unschuldig. Aufgrund der hervorragenden Sauberkeit der beiden, dachten wir, dass wir bereits nach ein paar Tagen das Katzenklo in unser Extra-Toilettenzimmer schieben können. Wir haben nicht im Traum dran gedacht, dass sie das mit dem neuen Standort nicht schnallen. Wir haben sie noch nicht mal genommen und reingesetzt - Tja geschieht uns recht, dass am Morgen die ganze Wohnung fürchterlich stank, denn sie nahmen das was sie finden konnten - Das Katzenkörbchen!
Die zwei guckten ziemlich dusselig und bedrückt drein, aber konnten ja gar nichts dafür. Selbst Stefan lehnte von vornherein eine Reinigung der Bettlaken die im Körbchen lagen ab und wir haben sie grad' wegschmissen. Stefan nahm ‚ne grosse Mülltüte und ich hatte das Vergnügen die Wäsche dort reinstopfen zu können. Meine Güte war mir schlecht!
Wie heisst es so schön: "Die Strafe folgt auf dem Fusse!"

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt - mitunter begleitet von kleinen Problemen & Regel No. 3: Einigkeit macht stark

Als wir die beiden das erste Mal bei Frau Kern sahen, lag Anne im Körbchen und lies sich streicheln, hochnehmen - schlichtweg zutraulich! Schwesterchen Eva hingegen, klebte unter der Dachschräge hinterm Holzbalken. Beim Versuch sie mal zu streicheln und mal von vorne zu betrachten, war sie in einem Satz von dort oben herunter und flitzte ins angrenzende Zimmer unter das Puppenbett. Minuten später ging es von dort in einem Tempo - jeder Sprintläufer würde neidisch werden - ins andere Zimmer, ebenso unters Puppenbett. Frau Kern sagte uns schon, dass Eva noch sehr scheu ist, aber mit der Zeit würde sich das sicher legen. Zumindest glucken die beiden zusammen, was auch ausgesprochen gut ist, aufgrund unserer Berufstätigkeit, haben sie tagsüber dann trotzdem Gesellschaft. Es ist schon richtig trollig, wenn wir heimkommen, nach Ihnen sehen und man sie Köpfchen an Köpfchen, übereinander,.... vorfindet.

Bei uns in der Wohnung war's dann genau umgekehrt. Eva lief mir schon am Tag 2 überall hinterher und Anne wagte sich lediglich fürs Futter oder die Toilette unter dem Schrank, bzw. hinter dem Schreibtisch hervor.

Wenn wir zu Hause sind, werden von Eva auch die restlichen Räume der Wohnung in genaueren Augenschein genommen. Vor allem das Wohnzimmer - den dort steht der Fernseher. Leicht schräg vorm Fernseher, direkt wo die Fussbodenheizung ist, wurde es sich gemütlich gemacht und das Köpfchen leicht seitlich gehalten und man schaute dem Fussballspiel zu. Das Stefan von diesem Anblick restlos begeistert war, kann man sich denken. Nach `ner halben Stunde wurde dann Richtung Arbeitszimmer miaut. Wir hatten den Eindruck, dass Sie nach Anne rief, damit auch sie ins Wohnzimmer kommt. Da Anne nicht kam, "verkrümelte" sich Eva wieder. Am darauf folgenden Tag wurde zwischen Tischbein und meinen Füssen Platz genommen. Wir freuten uns natürlich, dass Eva sich auf Anhieb sehr wohl bei uns fühlte, aber machten uns gleichzeitig Sorgen, dass sich Anne vielleicht benachteiligt fühlen würde. Wir redeten immer mit ihr und wenn sie es zuliess, streichelten wir sie ausgiebig.

Evas Auge verschlechterte sich zusehendst, daher beschlossen wir mit ihr gleich am nächsten Tag zum Tierarzt zu gehen. D.h. ich beschloss das, als ich am frühen Nachmittag in einem wenig interessanten Meeting, grübelnd darüber, sass. Eigentlich wollten wir ja erst warten, bis der Tierarzt an darauffolgenden Tag normale Sprechstunde hatte. Eva miaute kläglich die ganze kurze Autofahrt über, sie musste gemeint haben, dass wir sie wieder weggeben und von Anne trennen. Würden wir nie tun!!!!! Erst als sie auf dem Arzttisch sass, "besserte" es sich. (Sie zitterte am ganzen Körper, aber sie muss gespürt haben, dass sie danach wieder mit nach Hause kommt.) Es war mittlerweile so schlimm, dass nur noch Antibiotika helfen würden, auch wurde sicherheitshalber ein Abstrich genommen und ins Labor geschickt. Heraus kam: Chlamydien! (Wie wir beim Kontrollbesuch erfuhren, war die Anzahl so hoch, dass der Laborant bereits andeutete, dass diese ebenso hoch sei, bei einem Tumor. Zum Glück erwies sich dies nur als schauderhafte Vorstellung was sein könnte.)
Chlamydien sind etwas zwischen Viren und Bakterien und diese sind von Katze auf Katze übertragbar. Also mussten beide behandelt werden. Natürlich schmeckte ihnen dass Futter mit der untergemischten Tablette nicht sonderlich und es wurde am Abend kaum angerührt, aber morgens waren die Schälchen dann doch wieder leer. Die Therapie schlug sehr gut an und das Auge blieb offen, anstatt zu verkleben. Vor allem waren wir auch glücklich, dass die befürchtete Nebenwirkung ausblieb und sie uns nicht überall hinkotzten!! Ihre zunehmende Zurückhaltung kann auch durch die Salbenbehandlung der Augen gekommen sein. Ich mein, wer lässt sich schon gerne jeden Tag zweimal eine Salbe ins Auge schmieren?

Die Tage drauf bot sich uns ein seltsamer Wandel in beiden Katzen. Eva stoppte ihre Zutraulichkeit doch sehr und verkroch sich hinterm Schreibtisch und Anne ging immer mehr auf Entdeckungsreise. Zu goldig, wenn ein kleiner Kopf um die Ecke lugt und ins Wohnzimmer schaut. Sehr vorsichtig wurde sich hineingetraut. Kurz umschauen und wieder weg. Der zweite Anlauf von Anne wurde nur in Begleitung vorgenommen. Bis zur Türschwelle traute sie sich noch alleine, dann wurde sich miauend rumgedreht, bis Eva angetigert kam. Ganz nach dem Motto: "Einigkeit macht stark!" Der Fernseher wirkte ebenso beeindruckend auf sie, wie auf Eva. Also wurde zu viert TV geschaut.

Von da an kam Anne auch alleine, bis ihr zwei Tage später ein kleines Missgeschick passierte. Sie wollte aufs Schränkchen hopsen, tat dies auch, nur landete sie dabei auf dem Telefon und kam mit ihrer Pfote auf die Taste für den Anrufbeantworter, worauf der Signalton ertönte! Das war zuviel! Ängstlich spurtete sie wieder ins Katzenzimmer. Stefan brauchte 5 Min. bis er die Einstellungen wieder richtig hatte und von Anne hörte man nur ein klägliches miauen. Tja, da muss sie durch. Sie kann ja gern auf dem Telefon sitzen, nur muss sie lernen, dass dieses Geräusche von sich gibt und die Menschen den Hörer von diesem abnehmen. Sie liess sich aber nur kurzfristig davon beirren.

Sie lernten auch schnell, das ein Parkettboden so seine Tücken hat. Ziemlich rutschige Angelegenheit, wenn man um die Ecken prescht und dann erst vor/auf der Schuhmatte oder auf dem rutschfesten Belag im Katzenzimmer zum Stehen kommt! Seitdem wird gegangen, anstatt gerannt. Mit Ausnahme, wenn wir sie zwecks Medikamentenabreichung einsammeln müssen! Nun auch das wird sich geben.

Was ist das auf einmal? Anne rennt uns überall hinterher, rollt sich am Boden, wenn sie uns hört kommt sie schon zur Tür gelaufen, streckt uns jederzeit, jeden Ortes das Hinterteil hoch entgegen, dabei werden der Kopf, sowie der Oberkörper auf dem Boden langgeschoben, mit den Hinterbeinen wurde gestrampelt dadurch bewegte sie sich vorwärts und der Schwanz stand fast kerzengrad' in die Höhe. Und immer lauter wird das miauen (da kommt wohl die Hälfte Siam durch).
Vom Verhalten und der Figur die sie dabei machte, könnte man sie direkt mit einem Staubsauger vergleichen! Allerdings mit einem defekten, der die Katzenhaare grossflächig verteilt, anstatt aufzunehmen!!!
Wenn wir nicht genau wüssten das beide kastriert sind - Anne zeigt alle Anzeichen von Rolligkeit!!
Zwei Möglichkeiten - entweder hat sie Halluzinationen oder es ist bei der Operation was zurückgeblieben. Das wird der Tierarzt schon ausfindig machen, wenn wir wegen der noch fehlenden Impfung mit beiden zu ihm müssen. Wenn nur das immer lauter werdende Miauen nicht wäre - jetzt macht sie das auch die ganze Nacht hindurch und wir können nicht einschlafen, bzw. werden mitten in der Nacht geweckt. Unsere Nachbarn müssen uns wirklich mittlerweile abgrundtief hassen. Noch 3 Tage, 2 Tage,..

Arztbesuche & Regel No.4: der nette Doktor weiss was er tut - aber auch nur er!

Eva hatte ja schon ihren ersten Besuch bei Herrn Dr. Schwyzer hinter sich. Sie hatte ja zuerst äusserst ängstlich und zitternd auf dem Tisch gesessen und wäre am liebsten stiften gegangen. Aber sie hatte ziemlich schnell raus, dass er ihr ja nur Gutes tut. Was sich beim zweiten Besuch gleich zeigte. Sie blieb ruhig auf dem Tisch sitzen, guckte ihn an, uns an und wartete geduldig ab.

Anne folgte Evas erstem Beispiel: Arzt! Nichts wie weg - es zumindest probieren. Problem: Stefan hielt sie fest. Nach der Untersuchung und Impfung hatte dann aber auch sie begriffen, dass es keinen Grund zur Panik gibt. Klar, nicht sonderlich angenehm, aber passieren tut ihnen auch nichts.

Er beruhigte uns auch, was das Thema Rolligkeit betrifft. Kommt schon mal vor, dass eine Katze Symptome zeigt für etwas was eigentlich gar nicht mehr geht. Aber mit der "Anti-Baby-Pille" für Katzen (kein Scherz - gibt's wirklich!) wird es kuriert. Falls es nochmals auftritt, wird ihr Blut untersucht, ob nicht doch etwas an Gewebe zurückgeblieben ist.

Das heisst jetzt gibt es jeden Abend für ein paar Tage einen kleinen Cocktail für die beiden Damen. Eva den "Single" und Anne den "Special" mit Pille. Wir hoffen, dass diese Zeit mit Medikamenten bald vorüber ist und wir nicht 2 vollgedrogte Fellbälle durch die Wohnung torkeln sehen!

Aber das schlimmste für die beiden scheint die Autofahrt zum und vom Doktor zu sein. Es wird sich wie schon gehabt, in die hinterletzte Ecke des jeweiligen Tragekörbchens verzogen und ein klägliches miauen ist zu hören. Ich versteh' das überhaupt nicht - so schlimm fährt Stefan nun auch wieder nicht Auto!! Zu mosern gibt es da absolut nichts, zumal er extrem vorsichtig fährt wenn "Katzen an Bord" sind ....

Zu Hause wurde dann erst mal für den restlichen Tag/Abend geschlafen, kein jämmerliches "Miau" war zu hören und wir haben seit ´ ner Woche nicht mehr so gut geschlafen.......

Am nächsten frühen Abend mussten dann die Cocktails aus Augenmedikament und Pille von uns verabreicht werden. Das sah' beim Doktor super einfach aus. Man nehme die Katze hoch, setze sie auf den Tisch, Kopf leicht in den Nacken und sie öffnete ganz von allein die Schnauze. Tablette rein, Wasser zum nachspülen - fertig!

Bei uns - ein Gejammer und miauen, sie versuchte auszubüchsen, schaffte es bis zum Fussboden , holte voll mit ihrer Pfote aus und erwischte Stefan an der Wade! Wird ne ganze Weile dauern bis diese tiefen Kratzwunden wieder verheilt sind. Aber sie liess sich dann anstandslos aus dem Bad zurücktragen. Wir haben es dann halt unter's Essen gemischt und aufgepasst das jede das richtige Schälchen bekommt.

Lieblingsplätze, Spielsachen etc. von unseren beiden Lieblingen & Regel No. 5: "Drum prüfe was sich ewig bindet, ob sich nicht etwas besseres findet"


Als sie ankamen, wurde sich erst einmal hinter den Schreibtisch, bzw. unter den Schrank versteckt. Am 2. Tag waren es unsere Ablagefächer vom Schreibtisch - Anne bei Stefan und Eva lag in meinem. Tja und was wir dort einmal reingelegt hatten, wurde einfach auf den Boden geschmissen. Wo ein Körper ist, passt halt nun mal kein zweiter rein! Der Schreibtischstuhl von Stefan ist auch äusserst bequem, wie Anne festgestellt hat.
Und Eva liegt gerne auf dem Fensterbrett und guckt raus.

Ich habe in einem Bericht gelesen, das Katzen gerne auf was weichem liegen. Ich habe 2 alte Kissen gewaschen und getrocknet und sie dann an der Heizung entlang gelegt, sowie den bereits umgekippten Papierkorb in dem wir sie auch schon vorgefunden haben, ans Ende gestellt, bzw. gelegt und mit einem Betttuch ausgestopft (Dieses stachelige Ding muss ja äusserst unbequem gewesen sein.) Seitdem findet man die beiden nur noch dort. Anne auf dem einen Kissen und Eva legt sich immer in die kleine Lücke zwischen den beiden Kissen - anscheinend liegt sie lieber gern auf dem blanken Boden, aber das Köpfchen muss weich liegen.
Dann liegen sie Köpfchen an Köpfchen da. Ich schob die beiden Kissen zusammen, damit auch Eva trotzdem weich liegen kann. Sie schob es rigoros ein wenig beiseite, um dazwischen Platz zu finden. Gut dann bleibt es eben so. Gegen diesen Lieblingsplatz kann nichts "anstinken" - hat einen Vorteil: wir können unsere Ablagefächer wieder für den ursprünglichen Verwendungszweck nutzen.

In unserem Beisein wurde auch schon mal in die Toilette, sowie in die Badewanne geschaut. Aber damit hatte es sich dann auch schon. Ist schliesslich Wasser drin..... also nichts für die beiden.

Was die Spielsachen angeht: Die Fellmaus steht ganz hoch im Kurs!!
Teilen wollen sie nicht, also haben wir eben eine zweite der selben Marke angeschafft. Diese Fellmaus wird nicht nur so rumgekickt - nein, man kann sie auch perfekt als Fussball verwenden! Dann sitzen sich Anne und Eva gegenüber und die Fellmaus wird zwischen den beiden hin und her geworfen, gekickt und geschoben. Beim Werfen ist sie schon an den unmöglichsten Plätzen gelandet. Versehentlich wurde die Maus von Eva über Anne hinweg aus dem Katzenzimmer rausgeworfen. Da kam Eva mit zwei, drei eleganten Sprüngen hinterher und sass dann auf der Maus. Was fällt dieser Fellmaus auch ein, sich einfach mitten im Spielen zu verdrücken??
In der Katzentoilette, sowie im Wasserschälchen ist sie auch schon gelandet. Dann war das Geschrei natürlich gross, denn mit einer nassen Maus spielt es sich nicht so schön. Also mussten wir her und die Maus wieder trocken legen! Tja und Nachts ist das ja ganz toll. Stefan platzt vor Begeisterung, wenn im Nebenzimmer im vier-fünftel Takt mit der Fellmaus gehämmert wird, man schabe ausgiebig im Katzenstreu in der Toilette oder man zuppelt die kleine Schaufel aus dem Regal, mit dem wir ihre Toilette saubermachen. Wenigstens hat das durchgängige Miauen aufgehört, dass während Anne ihrer "Phase" hatte zu hören war.

Das andere Katzenspielzeug, mit Ausnahme vom kleinen Bällchen, wird nur im Notfall genommen, da sind die Sachen die sich auf Stefans Schreibtisch befinden wesentlich interessanter zum Spielen. Aber dass alles ist natürlich nichts gegen die Jogginghosenkordel von Stefan oder unsere Telefonschnur! An ihr wird herumgezupft wie an einer Gitarre. Tja und dieses sündhaft teure Monstrum von Katzenbaum wird mit dem Hintern nicht angeschaut! Was für eine Verschwendung!!

Mit dem Katzenkörbchen konnten sie auch nichts richtiges anfangen, nachdem die sonst so sauberen zwei vom ersten Moment an auf die Katzentoilette gegangen sind, wussten sie mit dem Korb nichts anderes anzufangen als es zur dritten Toilette zu machen, anstatt sich reinzulegen. Zweimal hab' ich das Körbchen wieder sauber gemacht, beim dritten Mal machte ich es sauber und stellte es in den Keller. Vermisst wird es überhaupt nicht. Wozu haben wir den ganzen Zubehör gekauft, wenn die beiden sich lieber ihre eigenen Körbchen "basteln"(z.B. Papierkorb), bzw. Spielsachen suchen? Wir heben es mal auf - man kann ja nie wissen.....

Wenn Stefan vom Fitness kommt, hat er mal das T-Shirt vor Anne hin und her geschwenkt, sie fing an damit zu spielen, Irgendwann lag dann Anne unter dem T-Shirt - war ihr auch egal! Sie fand es lustig - mir wurde eher in der Magengegend etwas übel bei dem Anblick des verschwitzten Kleidungsstückes. Geschmäcker sind nun mal verschieden....

Streicheleinheiten müssen sein. Da wird geguckt, sich lang gemacht und geschnurrt!!!! Vor allem Eva. Anne ist nach wie vor noch extrem scheu oder wieder geworden. Aber hier und da kommt auch sie an, vor allem wenn Zeit für die Mahlzeiten ist! Dann ist sie wie ausgewechselt. Da streicht sie um meine Beine, da wird herzzerreissend miaut usw. bis sie bekommen hat, was sie wollte.

Nun wir hoffen das beide noch wesentlich zutraulicher werden und nur erst nachts um 2 Uhr oder wenn die Damen Hunger haben. Schliesslich haben wir ja sehr viel gemeinsame Zeit noch vor uns! Wunder braucht man nach knappen 4 Wochen schliesslich nicht zu erwarten......


Copyright 03.05.03 Alexandra & Stefan